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Suse-Linux für Heimserver

Hardware: Mein alter 1997er Rechner
Ziel der Eirichtung: Ein Serversystem mit minimalistischem GUI, aber angenehm leichter Wartung / Überwachung über's GUI (so, wie ich das von meinem bisherigen Server unter Windows 98 gewohnt war).

Linux (Suse 10.1) hatte ich so etwa Anfang Oktober 2006 drei Anläufe gegeben. Dabei erlebte ich eine noch nie dagewesene Absturz- und Hängerflut bei der Installation. Windows dagegen lief auf der Maschine seit 10 Jahren stabil.

Ich begann die Installation wegen schon recht alter Erfahrungen mit einem Durchlauf von Systemtests, als erstes Memtest. Nachdem dieses bis etwa zu einem Drittel ohne Fehler durch war, brach ich ab. Nach meinen Erfahrungen zeigen sich Fehler, wenn sie denn existieren, schon in diesem Bereich. Anschließend sah ich das System mit Hardware-Diagnose-Werkzeugen durch, was keine mir auffallenden Besonderheiten zu Tage brachte.

Anschließend war erst noch ein Start von Knoppix mit Virencheck dran (der Rechner hatte bis Früjahr dieses Jahres in einer anderen Familie Dienst getan), der nichts zutage förderte (was zu erwarten war, weil der Rechner dort nie am Internet hing). Das Knoppix überigens startete ganz sauber mit GUI.

Dann nahm ich wieder die Suse-CD und legte es auf eine erste Versuchs-Installation an (ich rechnete von vornherein - ebenfalls aus alter Erfahrung - nicht damit, es auf Anhieb zum Laufen zu bringen). Als ich nach ewig langen Minuten endlich mit der Installations-Konfiguration beginnen konnte, tat sich beim Versuch, die Software-Auswahl zu öffnen, 5 Minuten lang nichts mehr. Das interpretierte ich als Hänger. Später bekam ich mit, daß man auf einem 400 MHz-System allein zum Öffnen des Fensters dieser Software-Auswahl beim Suse-Linux bis zu einer Viertelstunde Geduld mitbringen muß. SOWAS muß allerdings zwingend drangeschrieben werden. Da reicht es bei Gott nicht, einfach nur einen lapidaren Hinweis der Art "das kann einen Moment dauern" auf den Bildschirm zu bringen - vor allem aufgrund dessen, daß sich der Installer fast ausschließlich mit sich selbst im RAM beschäftigt und keinerlei Zugriff auf die CD oder Festplatte macht, so daß zwingend jeder normaldenkende Mensch davon ausgehen muß, daß das System sich aufgehängt hat.

Beim nächsten Versuch hing das System tatsächlich. Allein aus alter Erfahrung ließ ich ihm diesmal viel mehr Zeit - ich ging zwischendurch schlafen. Als ich wiederkam, war immer noch ein leeres Dialogfeld zu sehen und keine GUI-Reaktion festzustellen.

Ich wollte aber noch nicht aufgeben. Ich versuchte mich an den Kommandozeilenoptionen und stellte alles auf "sicher" (wo also alle möglichen Parameter beim Start des OS rangehängt werden). Damit lief das System erstmal bis zu einem Dialogfeld mit Softwareauswahl durch.
Dann wollte ich wissen, wer oder was nun daran schuld war und begann, die eben gesetzten Parameter wieder einzeln aus der Kommandozeile des Kernel-Starts zu entfernen (was jedesmal mit so etwa 10 bis 15 Minuten Wartezeit für den Reboot verbunden war - na Danke!). Dabei stellte sich heraus, daß das System vollkommen zufällig mal hängen blieb, mal durchlief. Schließlich entfernte ich alle Kommandozeilenparameter wieder und kam auch damit zur Softwareauswahl durch.

Diesmal wurde das System während der Softwareauswahl mit jeder Aktion eine Stufe langsamer. Zu Anfang dauerte der Neuaufbau der Dialogbox nach einer Einstellung noch wenige Minuten. Nach einigen Stunden waren wir aber schon bei etwa 15 Minuten zur Akzeptierung einer einzelnen Software-Hinzu- oder -wegnahme angelangt. Als ich so allmählich dem Punkt näher kam, wo alles so definiert war, wie ich es für den Erststart haben wollte, hing sich das System auf. Wieder war für eine Stunde keine GUI-Reaktion mehr festzustellen (mittlerweile ging ich davon aus, daß typische Linux-Aktionen bei dem aktuellen Suse-Linux wohl so lange dauern müssen und hatte schon längst begonnen, an der Sinnfälligkeit DIESES OS für DIESEN Rechner (400 MHz CPU/256 MB RAM) zu zweifeln. ANDERERSEITS hatte ich ja Knoppix-CDs gesehen (die erste schon vor Jahren), die ein minimalistisch und dennoch mit vernünftiger GUI eingerichtetes Linux direkt von CD und dennoch halbwegs zügig bedienbar von EBEN DIESEM Rechner laufen lassen konnten).

Ich ließ es auf NOCH einen Versuch ankommen, bei dem ich ein Standard-System ohne eigene Ideen der Einrichtung überhaupt erstmal zum Öffnen des GUI bringen wollte. Ich hätte dann zwar ein gegenüber einem typischen Windows KEINEN DEUT besseres System (mit hunderten Modulen, die absolut unwillkommen sind, und mit zig Diensten, die unwillkommen zum Quadrat sind), aber ich könnte ja wenigstens erstmal sehen, ob ein Suse-linux überhaupt auf dieser Hardware lauffähig ist. Und vielleicht später die Sache wieder ausdünnen oder nochmal neu einrichten. Wie sich herausstellte, war es nicht lauffähig: Nachdem ich endlich (am dritten Tag) bis zum ersten Login gekommen war, empfing mich die blanke Konsole - das Linux meint, meine Grafikkarte (ET6000) hätte Null Byte RAM.

Ich gab auch an dieser Stelle noch nicht auf, sondern versuchte im Internet Hilfe zum Thema zu finden. Allein: Es ließ sich Null Bericht über Suse-Linux mit ET6000 auftreiben. Ich stellte noch eine Anfrage in ein Forum und erklärte die Sache nach ein paar weiteren Tagen für gestorben.

Fazit:
Das war der x-te Versuch, Linux bei mir zu Hause in Betrieb zu nehmen. Jetzt läuft WindowsXP auf dem Rechner. DAS übrigens konnte ich ebenso wie jedes andere Windows vorher ohne einen Hänger installieren (bis auf das Ding beim Prozessortausch damals, aber das ist eine völig andere Geschichte). Und möglicherweise steige ich wieder zurück auf Windows 98, weil dort Backups und Systemwartung einfach VIEL einfacher sind und ich JENES System mittlerweile (nach etlichen Jahren Betriebserfahrung) so einrichten kann, das GAR KEINE ungebetenen Gäste alias Aktivitäten ausgeführt werden...
Die "modernen" Betriebssysteme organisieren ja auch nichts anderes, als einen Webserver "in sich" abzuschließen, so daß er am Rest des Systems im Falle des Falles nicht viel böses anstellen kann. Wenn nun aber eben NUR der Webserver auf dem System läuft, dann braucht da nichts vor irgendwas abgekapselt zu werden! Dann geht es ganz im Gegenteil nur noch darum, wie dieses System am einfachsten zu warten und eben im Falle des Falles am einfachsten zu restaurieren ist. Und da bin ich mit Windows 98 wahrscheinlich am besten aufgehoben.